26.06.2011

Die Elite

Sie sagen
du gehörst jetzt
zur Elite
aber
du fühlst dich nicht so.

Sie sagen,
dass du immer zehn Minuten
früher da sein musst.
Und
du tust es.

Sie sagen,
dass du dich gehobener
ausdrücken sollst
und
nu kein Wort ist.

Sie sagen,
dass du den lateinischen Begriff
verwenden mögest.
Dabei
warst du immer stolz auf deine Muttersprache.

Sie sagen,
du musst wissen,
was in der Welt passiert.
Und du
abonnierst sämtliche Newsletter.

Sie sagen,
dass du sportlich zu sein hast.
Deshalb trimmst du dich
ab sofort
täglich.

Sie sagen
die Elite
sei jung
dynamisch
und gebildet.

Und du fragst dich
wo du gelandet bist
und ob
du
das alles wirklich willst.

Drei Jahre später
hast du es geschafft:
Das Ziel ist erreicht,
endlich
Abitur.

Und du weißt jetzt
es geht
ohne Tageszeitung,
ohne Newsletter,
ohne die Tagesschau.

Mit Lücken
in den Hausaufgaben
und fehlenden Seiten
im Hefter
mit Wikipedia.

Elite
willst du immer noch nicht sein.
Dafür aber Mensch
und endlich
frei.

19.06.2011

es geht weiter, ...

versprochen. Im Moment erhole ich mich noch von den Abiturprüfungen und plane meinen Sommer, der eine Fahrt nach Lettland beinhalten wird und so manches andere.
Daneben nutze ich die Zeit, um z.B. mit meiner neuen Kamera durch Dresden zu ziehen.
Seid gespannt- bald mehr!

09.06.2011

Da wird auch dein Herz (gewesen) sein


Da war das Herz bewegt
drei Tage lang
und schlug einen anderen
als den gewohnten Takt,
den des Kirchentages
in Dresden.
Dort wurde herzlich gefeiert,
Bekannte wurden geherzt
und das Herz sollte geborgen sein bei Gott.
Und es heißt das einige ein Herz fanden
oder ihres verschenkten
weil da zwei Herzen im Gleichklang schlugen.





29.04.2011

24.04.2011

Ostern

Es rauschen und klingen,
Es duften und singen
Die Wipfel im Hain,
Die Blumen am Rain,
Die Bächlein in Klüften,
Die Vöglein in Lüften:
Der Herr ist erstanden!

Was steht ihr und weinet
Um Gräber vereinet?
Der Sieg ist errungen,
Der Tod ist bezwungen,
Der Stein ist gehoben,
Es tönet von oben:
Der Herr ist erstanden!

(Julius Sturm) 

15.04.2011

Regen

Und der Regen fällt,
schickt kleine Tropfen
auf meine Stadt,
die die Welt
nass machen
wenn sie
auf den Gehsteig schlagen.



Ich sitze schreibend da,
während das Wasser
sanft an mein Fenster klopft
als wolle
es mich besuchen
in meiner Einsamkeit.

10.04.2011

Gefunden

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.


Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.


Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?


Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.


Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.


(Johann Wolfgang von Goethe)