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30.10.2024

Reformationstag oder Halloween?

Das ist hier gerade die Frage. Für uns Erwachsene ist es klar: "Wir sind Christen, wir feiern den Reformationstag".

Aber wie umgehen, mit den ganzen Artikeln im Supermarkt? Wenn alle Freundinnen sich auf die Party freuen und fragen, als was Mk geht? Dieses Jahr haben wir es uns einfach gemacht und feiern einfach den Kindergeburtstag. Ohne Grusel, mit Schatzsuche und basteln. 

In der Kita gab es heute ein "Gespenster Fest" mit verkleiden, naschen und einer Schatzsuche mit Taschenlampen im Keller - bewusst kein! Halloween. 

Eigentlich wollte sie als Hexe gehen - sie kennt bibi Blocksberg und damit nur die "gute Hexe". 

Letztlich haben wir uns auf eine Fledermaus Verkleidung geeinigt. Auch, weil ich gestern nicht die Zeit hatte für aufwendige kostüme. 


Und tief in meinem Inneren, möchte ich auch nicht, dass sie als Hexe geht. An Zauberei glaubt. Ich möchte, dass sie an das Leben und die schönen Dinge glaubt. 
Schon das zeigen der "Fledermaus" im Status löste sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Von "total toll" bis zum Hinweis auf ein Video welches Halloween aus christlicher Sicht thematisiert war alles dabei. 





Wir hatten dazu viele Gespräche in den letzten Tagen. Wie das ist, mit dem Grusel, der Angst und den schlechten Träumen. Das wir keine Würstchenfinger basteln werden. 

Warum wir an Gott glauben, wie das ist, mit seinem Geist und was wir am Reformationstag eigentlich feiern.  

Trotzdem bleibt es, wie so vieles, ein austarieren zwischen dem Wunsch dazu zu gehören und dem entschieden anders sein, weil man seinen Glauben und seine Meinung hat. 

Das ist mein Beitrag zum entsprechenden Feld in Antetannis Bingo. 

02.02.2023

Angedacht: Angemeldet

Kürzlich saß ich am Frühstückstisch und wartete auf meine Familie (sie waren aufgebrochen um Brötchen zu holen, während ich mich um den Rest des Frühstücks kümmerte).

Weil es diesmal länger dauerte, die Kerze schon angezündet war und das Handy in Reichweite, schaute ich "noch kurz" in die sozialen Medien.

Irgendwann fiel mir auf, dass ich mich bei Instagram und Facebook angemeldet hatte.

"Bei Gott habe ich mich heute noch gar nicht angemeldet", dachte ich. Um direkt danach zu denken, was für ein blöder Gedanke das war. 

Bei Gott brauche ich mich nämlich nicht anzumelden! Ich muss nicht in meinem Gehirn nach dem Passwort wühlen und die Zeichenfolge richtig eintippen, womöglich noch Groß- und Kleinschreibung beachten.

Es genügt ein "Hallo Gott hier bin ich" oder auch ein "Lieber Vater"- je nachdem welche Ansprache euch lieber ist.

Er wird immer Zeit haben und sich immer Zeit nehmen für ein Gespräch mit mir, für ein Lob oder einfach einen kleinen Austausch. Wie befreiend! Wie komfortabel!

Und ich möchte mir vornehmen, mich morgens erst bei Gott "anzumelden" und danach erst bei anderen Sachen.

(Artikel enthält Werbung weil Marken genannt werden)

29.09.2022

Sommerende

 

Und plötzlich ist es Zeit, den Sommer zu verabschieden.
Du räumst die Stühle wieder in die Garage,
baust die Hängematte ab
und erklärst den Spinnen, dass dein Zuhause
nicht ihr neues Zuhause wird.

Hast du nicht eben noch alles nach draußen getragen?
Hast auf einer Decke gepicknickt,
warst im See schwimmen,
schautest den Schmetterlingen zu,
hast darauf gewartet, dass dein Stockbrot gut wird, am Lagerfeuer?

Morgens ist es kühler
und abends schneller dunkler.
Manchmal schleicht sich der Nebel zwischen die Bäume,
deren Blätter sich langsam verfärben.

Und du spürst:es wird Herbst.



23.09.2022

"Bis hierher hat mich Gott gebracht"

 "Bis hierher hat mich Gott gebracht..."(Ämelie Juliane von Schwarzburg-Rudolstadt)

Lasst uns beim heutigen Angedacht mal über uns und Gott nachdenken. Ich mag dieses Lied, diesen Vers sehr. Bis hierher hat mich Gott gebracht- was schwingt da alles mit? Was ist mir im Leben schon passiert? Welche Feste durfte ich feiern? Welche Wegstrecken gehen?

"...durch seine große Güte".Ja, Güte ist ein altes Wort. Gnade leider auch.Vielleicht besser: bis hierher hat er mich begleitet, auf meinen Pfaden. Vielleicht auch in den Zeiten, die nicht so schön waren.

"...bis hierher hat er mich geleit, bis hierher hat er mich erfreut, bis hierher mir geholfen" Bis heute war er an meiner Seite, jeden Tag. Ich weiß nicht, wie euer Leben aussieht, welche Höhen und Tiefen ihr schon erlebt habt. Manchmal muss man auch ein wenig Rückschau halten, auf die letzten Tage, Monate, Jahre. Nicht immer ist es Freude und Dankbarkeit, manchmal ist auch Traurigkeit auf dem Weg dabei.

Und trotzdem ist es so: Gott ist treu.Und mich erinnert jeder Regenbogen daran, dass Gott uns begleiten möchte, Tag für Tag.

Der Regenbogen: ein Zeichen für Gottes Versprechen an Noah, dass so lange die Erde steht nie aufhören wird Saat und Hitze, Ernte und Frost, Tag und Nacht.
Für mich ein Versprechen und Zeichen: "Ich bin da."

20.08.2022

Angedacht: Geschenke

 Wann habt ihr eigentlich zuletzt ein Geschenk bekommen?

Ich liebe es ja, Geschenke zu machen- und auch sie auszupacken.

Als Kind musste beziehungsweise sollte man dann immer lieb "Danke" sagen. Bedankst du dich immer, wenn du etwas bekommst? Oder nimmst du es als selbstverständlich hin? Über die meisten Sachen, die wir haben, denken wir gar nicht nach, oder?

In einem Lied über Gott von Mike Müllerbauer heißt es "Den ganzen Tag lang, machst du uns Geschenke.."

Welche Geschenke hast du heute bekommen? Gesundheit, ein Lachen, ein Eis, leckere Beeren vom Strauch, ein erfrischendes Bad, einen schönen Stein?

Wie wäre es, Gott dafür einfach mal "Danke" zu sagen, mit einem Gebet?


 Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=mQm6qEULxsA (die netten Damen zeigen auch gleich die Bewegungen dazu)

Wer es gern größer und ausführlicher mag, der kann auch Aufschreiben, was ihn dankbar macht oder was an diesem Tag schön war. Wenn ihr das regelmäßig macht und jeden Tag nur eins aufschreibt, kommt ihr bis zum Jahresende noch auf mindestens 90 Sachen, vielleicht auch hundert. Andere legen ihre persönliche 1000 Dinge Dankesliste an- ihr seid da völlig frei.

Über welches Geschenk durftest du dich heute freuen?


PS: Wer Angedacht vermisst hat: im Juni gab es statt einer Andacht das Lapbook zum anschauen und der Juli war so plötzlich um, da habe ich es schichtweg vergessen.

21.05.2022

Angedacht: Alles hat seine Zeit

 "Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde..." (Die Bibel, Buch: Prediger 3 Vers 1)

Alles hat seine Zeit- dieser Gedanke beschäftigt mich schon eine Weile. Wenn alles seine Zeit hat, dann ist eigentlich auch für alles Zeit. Wie schwer fällt mir es manchmal, mir Zeit zu nehmen für die richtigen, die mir wichtigen Dinge: 

  • für das umarmen
  • und das Lachen
  • meinem Kind zuzuhören und mich auf sein Spiel einzulassen
  • zu lieben und geduldig zu sein

nur um einiges zu nennen.

Hier nochmal der ganze Text:

Ein jegliches hat seine Zeit, 

und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; 

pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; 

abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;

weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;

 klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; 

herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;

 behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;

 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; 

schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;

 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; 

Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

 (Prediger, Verse 1-9)

Gott hat die Zeit gemacht und kennt unseren Anfang und auch das Ende, jede Stunde des Tages. 

Wie wir die Zeit füllen, haben wir selbst in der Hand. Manches ist sicher notwenig zum Beispiel Arbeit, anderes dürfen wir individuell bestimmen zum Beispiel unseren Freundeskreis.


 

Vielleicht schreibst du auch selber deinen ganz eigenen Prediger-Text?

Meiner würde gerade ungefähr so lauten:

Alles hat seine Zeit

und für jedes Vorhaben hat Gott uns die Stunden gegeben.

Krank werden und gesund sein.

Aktiv sein und ausruhen.

Lachen und weinen.

Einander lieb haben und miteinander streiten.

Festhalten und los lassen

Singen und schweigen.

Wach sein und Schlafen.

Gott hat die Zeit in seiner Hand

und mich auch.

Versucht euch einfach an einem eigenen Text.

Und egal, was ihr heute tut: freut euch über die Zeit.

15.04.2022

Karfreitag- die Ostergeschichte in der Kita

Dieses Jahr war ich wieder in der Kita eingeladen, die Geschichte von Ostern zu erzählen. Ich habe mich für ein Bodenbild entschieden:

So sieht das komplette Material vom Bodenbild aus. Die einzelnen Sachen wurden hingelegt und zum Teil wieder entfernt.

Gestartet sind wir nochmal mit der Geburt von Jesus, denn dort hatten wir beim letzten Mal aufgehört.
Jesus wird geboren, er war ein Kind und schließlich ein Mann.
Viele Menschen waren mit Jesus unterwegs. Er heilte Kranke, er machte viele Menschen satt, er tat Wunder....

... einmal ritt er auf einem Esel durch Jerusalem. Die Menschen empfingen Jesus wie einen König, legten ihre Kleider und Palmzweige auf den Weg. Sie jubelten ihm zu.
Das Problem war: es gab schon einen König.Und einigen Menschen gefiel es nicht, dass Jesus so empfangen worden. Deshalb sagten sie: "Der darf das nicht! Niemand darf sagen, dass er Gottes Sohn ist. Jesus ist kein König! Der ist ein Schwindler!" Soldaten kamen und nahmen Jesus fest.

Soldaten kamen und nahmen Jesus fest.

Sie brachten ihn zum römischen Statthalter. Er hieß Pontius Pilatus. Das ist ein schwerer Name: Pontius Pilatus.  Die Soldaten verspotten Jesus. Sie lachen ihn aus. Sie spucken ihn an. Sie setzen ihm auch eine Krone auf: eine aus Dornen. Die ist ganz piksig.
Pilatus führt Jesus vor das Volk. Doch das ruft: "Den wollen wir nicht! Weg mit ihm! Kreuzige ihn! Gib uns Barrabas". Immer lauter rufen sie. So passiert es. Jesus wird zum Tod am Kreuz verurteilt.

Ein Kreuz besteht aus zwei Balken. Den Querbalken musste Jesus alleine tragen. Der war ganz schön schwer. Sie nagelten Jesus ans Kreuz. Über das Kreuz kam eine Tafel. Auf der stand, warum jemand sterben musste. Also bekam auch Jesus eine Tafel. Auf der stand: "Jesus von Nazareth. Er hat behauptet ein König und Gottes Sohn zu sein". Die Tafel war auf griechisch, deshalb "INRI" (im Bibeltext heißt es "König der Juden")


Die Soldaten zogen Jesus seine Kleider aus. Das Obergewand war sehr wertvoll. Deshalb beschlossen sie, um es zu würfeln, statt es zu zerschneiden.

Viele Menschen sind bei der Kreuzigung dabei. Sie sind ganz traurig. Jesu Freunde verstehen nicht, warum das geschieht.
Weil Jesus Durst hat, bekommt er einen Schwamm mit Essig gereicht.

Dann stirbt Jesus. Da wird es ganz dunkel. Traurig gehen seine Freunde nach Haus. Die Sache mit Jesus war vorbei.
Der Leichnam Jesu wird in ein Grab gelegt.

Und dann passiert erstmal nichts. Es kommt der Samstag, der Sabbat, ein jüdischer Feiertag. An dem darf man nicht arbeiten. Die Freunde von Jesus sind immer noch traurig.

Doch dann kommt der Sonntag!
Früh am Morgen gehen Maria von Magdala und die andere Maria zum Grab. Sie wollen den Leichnam mit Öl salben, damit er nicht stinkt. Unterwegs fragen sie sich: Wer rollt uns den schweren Stein vom Grab? Denn das Grab war mit einem Stein verschlossen worden, damit niemand den toten Jesus klaut.

Doch als sie am Grab ankommen, ist der Stein weg gerollt. Das Grab ist leer. Neben dem Grab steht ein Mann. Ist es der Gärtner? Oder ein Engel? Er fragt die Frauen: "Wen sucht ihr?" Sie sagen "Wir suchen Jesus. Wir wollten seinen Leichnam salben". Der Mann oder Engel sagt: "Er ist nicht hier. Er ist auferstanden!"
Da erinnern sich die Frauen: Jesus hatte es so gesagt: Am dritten Tag wird der Sohn Gottes auferstehen. Sie freuen sich: Jesus ist nicht mehr tot! Schnell laufen sie in die Stadt zurück. Sie erzählen es den Jüngern, Jesu Freunden. Die können es nicht glauben. Was Frauen so erzählen... . Sie laufen selber zum Grab.
Und wirklich: Es ist, wie die Frauen gesagt haben! Sie finden nur noch das Leichentuch. Da freuen sich die Jünger und jubeln: "Jesus ist nicht mehr tot! Er lebt! Er ist auferstanden! Er ist Jesus Christus, der Retter, der Sohn Gottes!"

Bis heute wird es an Ostern so gesagt: "Jesus ist auferstanden! Er ist warhaftig auferstanden!"


Hinweis: Nicht alle Worte in dieser Geschichte sind meine. Der Entwurf und die Idee mit dem Bodenbild stammt aus: Carola L'hoest (Hrsg) "MINISmaximal Bd 3". Andere Worte habe ich bei Kees de Kort aus "Meine Bilderbibel" gemopst. Da ich jedoch fröhlich eigene Interpretationen mit eingefügt habe, ist es doch irgendwie meins. Manchmal nicht hundertprozentig nach dem biblischen Ursprung, aber mir war wichtig, dass die Kindergartenkinder es verstehen. Wer das Original möchte: Die Bibel, Evangelium nach Lukas, Kapitel 22-24


Mit den Christenlehre-Kindern bin ich anders eingestiegen in die Geschichte: hier hatte ich bis zum Einzug in Jerusalem erzählt (vorher) und Wörter (zum Teil mit den Kindern gesammelt), wer Jesus sein könnte: "Retter", "Messias" "Zauberer", "Influencer" "Störenfried" etc. Diese haben wir um den braunen Kreis gelegt und erst dann folgte die Geschichte. Am Ende haben wir noch "Gottes Sohn" und "Auerstandener" ergänzt.